Einmal aufräumen bitte: 5 SEO-Mythen und ihre Hintergründe

19.02.2015 | SEO

SEO

Um Suchmaschinenoptimierung ranken sich so viele Mysterien wie um kaum einen anderen Berufszweig. Sei es nun aus Unverständnis oder Missbilligung – viele Gerüchte, die über SEO existieren, entbehren sich einer Grundlage. Kristine Schachinger hat auf Search Engine Watch die gängigsten Mythen aufgezeigt und weil wir ihre Meinung vollkommen unterstützen, haben wir ihre Aussagen noch einmal zusammengefasst und mit unseren Erfahrungen ergänzt.

1. SEO ist Voodoo oder Unsinn

Das lässt sich natürlich leicht sagen, wenn man SEO selbst nicht betreibt und entsprechend wenig Fachwissen aufweist. Tatsächlich besteht SEO aus sehr viel konkretem Fachwissen und –begriffen, die es einem Laien schwer machen, zu verstehen, was wir da eigentlich fabrizieren.

Das Schöne ist jedoch: SEO ist berechenbar. Jedes Suchmaschinenranking basiert auf einem Algorithmus und somit auf Mathematik. Das heißt auch, dass all unsere Maßnahmen immer eine bestimmte Auswirkung haben.

Googles Such-Algorithmus ist zwar wie das geheime Coca Cola-Rezept, doch heutzutage weiß man bereits viel darüber, wie er funktioniert und welche Maßnahmen welche Auswirkungen zur Folge haben. Das macht unsere Arbeit greifbar, wenn auch nicht vollkommen vorhersehbar.

2. SEO gibt’s zum Schleuderpreis

Suchmaschinenoptimierung zum Sparpreis hat immer einen Haken. SEO umfasst mehr als das Setzen von ein paar Title-Tags, Backlinks und Tweets. Es ist ein stetiger Prozess von On-Page- und Off-Page-Optimierung.

Zudem muss bedacht werden, dass sich die SEO-Branche laufend verändert. Unsere Arbeit richtet sich mitunter nach neuen Google-Updates wie Panda und Penguin, die es auch vermögen, unsere harte Arbeit in nur einer Nacht zu zerstören – und das nur durch eine Abänderung im Algorithmus. Eine konstante Weiterbildung ist somit ein Muss.

Gutes SEO ist also ein nachhaltiger Prozess, der von vielen Veränderungen durchzogen ist. Aus diesem Grund hat es auch immer seinen Preis.

3. Audits sind schnell gemacht

Audits KÖNNEN schnell gemacht sein, ja. Nämlich in dem Falle, indem die Analyse nur durch das Betätigen einiger Tools vonstatten geht. Die Ergebnisse werden dann formschön in Grafiken verpackt und an den Kunden gegeben.

Dass das kein umfassendes Audit ist, liegt wohl auf der Hand. Möglicherweise fehlen hier sogar nicht nur wichtige Erkenntnisse, sondern die erhobenen Daten sind bereits falsch. Auch Tools zur Website-Analyse können sich irren.

Diese Tools können eine nützliche Ergänzung sein, doch ohne einen manuellen Walkthrough zur Analyse der Website geht es nicht. Ein erfahrener SEO-Manager sieht die Probleme bereits mit bloßem Auge .

Ein umfassendes und vor allem gutes Audit mit anschließender Auswertung dauert seine Zeit und gibt es deshalb ebenfalls nicht zum Sparpreis. Ein günstiges Audit kann im Zweifel sogar mehr schaden als nutzen, indem es fehlerhafte Ergebnisse zu Tage bringt und das SEO in die falsche Richtung lenkt.

4. Optimierung der Website ist alles

Es wäre schön, wenn nach der umfassend optimierten Website alles wie von selbst laufen würde. Die Besucher kommen, der Traffic steigt und der Inhaber ist glücklich. Doch so läuft es in den allermeisten Fällen leider nicht.

Ohne einen ausgefeilten Linkplan wird die Seite nicht sehr weit im Ranking steigen. Führen keine Links auf die Website, stuft Google sie als weniger relevant ein und ein Platz in den vorderen Plätzen bei Google bleibt ein Wunschdenken.

Linkbuilding ist also ein Muss, um die Nutzer überhaupt erst auf die Seite zu bringen. Zwar ist guter Content durchaus sehr wichtig, doch ist es nicht alles. Vielmehr gehen SEO und guter Content immer Hand in Hand.

5. Die Position spielt keine Rolle

Ein völlig allgemeingültiges Suchmaschinenranking gibt es heute nicht mehr. Durch Personalisierung und Geolocation bekommt jeder Benutzer eine persönliche Reihenfolge der Suchergebnisse ausgegeben. Doch ist die Position deshalb unwichtig geworden? Keineswegs!

Eine gute Position, idealerweise auf der ersten Suchergebnisseite, ist noch immer die Grundlage für Nutzer auf der Website – denn wer nicht gefunden wird, wird auch nicht genutzt. Auch wenn man sich nicht mehr sicher sein kann, dass man bei allen Suchmaschinennutzern auf der selben Position rankt, wie bei sich selbst, so nähert sich der Wert doch immer ungefähr an. Findet man seine Website auf Seite 2, so kann man davon ausgehen, dass die Position auch bei anderen Suchmaschinennutzern ähnlich sein wird.

Quelle: http://searchenginewatch.com/sew/how-to/2390735/5-seo-myths-to-forget-in-2015

Autor: Bruno Schmidt

Als SEO-Manager und Online Reputation Manager ist Bruno Schmidt für die Produkte, Dienstleistungen und den Ruf seiner Kunden bei Google verantwortlich. Mit seinem Team SEO-Optimiert er die Websites seiner Kunden für Google und sorgen so für mehr Verkäufe, Umsatz, Traffic und Sichtbarkeit.