Es ist entschieden: Artikel 13 des EU-Urheberrechts wird kommen. Und mit ihm entscheiden Politiker wie Initiator Axel Voss (CDU) über die Zukunft des Internets. Die Reform hat katastrophale Konsequenzen für Plattformen wie YouTube & Co. sowie Emporkömmlingen: Demnach sollen alle Beiträge, insbesondere Bilder und Videos, vor dem Hochladen hinsichtlich urheberrechtlicher Verstöße geprüft werden.

Die Ahnungslosigkeit des Axel Voss

Laut Axel Voss soll es keinen Upload-Filter oder eine Verpflichtung zur Implementierung geben, im Gesetzesentwurf wird er nach viel Gegenwind seitens der Nutzergemeinde nicht erwähnt. Gleichzeitig nimmt Voss die Internet-Plattformen in die Verantwortung – und offenbart seine offensichtliche Ahnungslosigkeit. Entsprechende Maßnahmen seitens der Betreiber, gerade bei populären und aufstrebenden Plattformen, sind in der Praxis von Hand nicht durchführbar und führen zu horrenden Kosten. Stattdessen wird Identifizierungssoftware eingesetzt. Im Endeffekt läuft das auf einen Upload-Filter heraus. Das Problem dabei: Eine derartige Software erkennt nicht den Unterschied zwischen Inhalten, die gegen das Urheberrecht verstoßen, und solchen, die das geschützte Material kommentieren oder persiflieren. Statt künstlicher Intelligenz kommt hier nämlich ein effektiver Algorithmus zum Einsatz.

Axel Voss lähmt mit Artikel 13 den unternehmerischen Geist

Zudem ist die Implementierung mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden – Start-Ups und kleine bis mittelgroße Unternehmen fehlen dafür in der Regel die Mittel. Aber Artikel 13 macht den Upload-Filter zur Pflicht, sobald die Firma in den vergangenen drei Jahren zehn Millionen Euro oder mehr an Umsatz erwirtschaftet. Konkret bedeutet das: Wirft das Unternehmen endlich Geld ab, muss man das Verdiente umgehend in einen teuren Upload-Filter stecken. Der Dolchstoß für jeden jungen Unternehmer und eine mögliche Finanzierung der Geschäftsidee – denn vernünftige Investoren werden von solch erwartbaren Unkosten die Finger lassen. Artikel 13 und der Upload-Filter führen einzig und allein zur Verunsicherung und lähmt den unternehmerischen Geist. Vielen Dank, Herr Voss.

Autor: Bruno Schmidt

Als SEO-Manager und Online Reputation Manager ist Bruno Schmidt für die Produkte, Dienstleistungen und den Ruf seiner Kunden bei Google verantwortlich. Mit seinem Team SEO-Optimiert er die Websites seiner Kunden für Google und sorgen so für mehr Verkäufe, Umsatz, Traffic und Sichtbarkeit.